Kurzanleitung: Umgang mit Jackie

Erstversion: 3.Januar 2021, updates vom 13.Februar.

Liebe Freunde, Bekannte und noch Unbekannte
damit es euch einfacher fällt, den Kontakt mir mir aufrecht zu erhalten oder neu zu starten, habe ich einige Hinweise zusammengestellt. Es sind Hinweise und keine fixen Regeln. Viele davon helfen sicherlich auch im Umgang mit anderen Mitmenschen.

Sei freundlich
Das ist schon die Zusammenfassung aller weiteren Hinweise. Freundlichkeit und Liebe überdeckt alle Fehltritte.

Fragen sind gewünscht
Wer etwas wissen will, fragt am besten. Keine Frage ist mir zu persönlich oder zu intim.
Es hilft allen, offene Fragen zu stellen (Gegensatz: geschlossene Fragen).
Beispiel: wie erlebst du dich selbst als Frau im Alltag?
Beispiel geschlossene Frage: Bist du nicht immer noch ein Mann?

Vergangenes
Die Vergangenheit ist starr und unveränderbar. Unsere Erinnerung daran hingegen ist dynamisch und veränderbar. Hilfreich ist folgendes: ich bin Jackie und war immer Jackie. Setze einfach bei Erlebnissen der Vergangenheit den Namen Jackie für mich ein und alle fühlen sich wohl dabei.
Ich verdamme keine Person für Vergangenes. Bei mir ist immer ein Neuanfang möglich.

Nähe und Distanz
Für mich ist körperliche Nähe etwas sehr persönliches. Ich mag es gar nicht, wenn jemand mich berührt, das ist für mich eine Verletzung der Intimsphäre.
Mir ist es am wohlsten wenn eine Distanz von 2-3 Metern eingehalten wird. Bei guten Freunden geht es auch näher. Bei sehr nahen Freunden sogar eine Umarmung (doch bitte zuerst fragen, ob okay).

unerwünschte Ratschläge und Alternativen dazu
Wer mich mit Ratschlägen überhäufen will, ist nicht willkommen. Ich werde dich tolerieren, doch sind Ratschläge meisten mehr Schläge als Rat.
Ja, was dann? Erzähle Geschichten von vergleichbaren Situationen, was dir dabei geholfen hat und was nicht.
Versuche einen Dialog, versuche zuerst zu Verstehen.
Dann darfst du erste Folgerungen versuchen. Beispiel: «Sehe ich es richtig, dass dich scharfes Essen beleidigt, weil du es als rücksichtlos erlebst, wenn auf deine Bedürfnisse gar nicht eingegangen wird und du damit ausgeschlossen wirst?»

Meinungsfreiheit, Redefreiheit, Mitspracherecht
Alle Menschen haben Meinungsfreiheit. Was du also über mich, meine Entscheidungen und meine Lebensweise denkst, ist deine Privatsache.
Was du sagst, sei es anderen (über mich) oder mir direkt, sei doch erbaulich und freundlich. Deine Meinung mag interessant sein, doch wenn sie uns trennt ist sie nur zerstörerisch. Annahme und Respekt bringen uns alle weiter und stärken jede Beziehung.
Was du sprichst ist (leider) nicht immer das, was ankommt (siehe Kommunikationstheorie).
Mitspracherecht. Für mein Leben hat niemand ein Mitspracherecht. Ja, niemand. Egal wie lange wir uns kennen, ob wir vielleicht sogar mit einander verwandt sind. Nein.
Wer wiederholt versucht, mich mit Einschüchterung und Manipulation zu lenken, wird mehr und mehr distanziert. Wer mich bedroht, wird sofort distanziert. Doch (siehe weiter oben: Vergangenes) es ist immer ein Neu Anfang möglich.

Glaube, Bibel, Regeln und Normen
Für rund 25 Jahre war ich in verschiedenen Freikirchen unterwegs und habe sehr viel gelernt über die Lehren und Normen.
Für mich sind diese grundsätzlich bedeutungslos und ich lehne (fast) alle vollständig ab.
Die Bibel ist für mich KEIN Fundament und KEINE Basis. Es ist also nicht förderlich, Bibelworte zu verwenden um mir etwas «begreiflich» zu machen.

die Bibel ist für mich ein Buch mit vielen guten Aussagen und Wertvorstellungen, aber auch schrecklichen Beispielen. Für mich ist die zentrale Aussage der Bibel: liebe deine Mitmenschen!

Abschlussworte (für jetzt)

Wir alle verändern uns. Jeden Tag werden wir einen Tag älter. Manchmal werden wir weiser, manchmal nicht.

Gehen wir doch liebevoll und freundlich miteinander um! Ermutigen wir uns gegenseitig, Helfen wir einander. Nehmen wir immer das Positive an.